Petit Mont Blanc 3'424m

Man wundert sich wirklich, wie dieser kleine Hügel zu diesem Namen kommt. Aber was soll's, lohnenswert ist die Reise auf jeden Fall. Zudem richtet sich der Blick ja sowieso immer auf den richtigen Mont Blanc.

Das Aosta Tal und die erweiterten Seitentäler gehören seit langem zu meinen bevorzugten Jagdgebieten. Letztes Jahr musste ich einen ersten Versuch abbrechen, weil das Wetter früher umschlug als erwartet. Nun durfte ich sogar mit meiner Frau diesen schönen Berg besteigen. 

Im Val Veny, unweit von Courmayeur gibt es einen Campingplatz, geführt von einer sympathischen Familie. Hier haben wir uns eingerichtet mit unserem Zelt.

Am nächsten Morgen geht es gemütlich und im Schneckentempo steil bergauf zum Biv. G. Rainetto. Die kleine Schachtel hat 9 Betten und genügend Wolldecken. Alles andere muss gebuckelt werden. Glücklicherweise sind wir in dieser Nacht nur zu dritt.

Der Sonnenuntergang und die Abendstimmung sind aussergewöhnlich schön. Der volle Mond erhellte die Umgebung. Mit dem aufkommenden Nebel ergab das eine besondere Atmosphäre. Die Nacht war frostig, zumindest draussen. Im Biwak 5 Grad. Die strahlende Sonne begrüsste uns, und zur grossen Überraschung auch eine Steingeiss. Wenige Meter vor uns stand sie da und beobachtete uns. Ein schönes Erlebnis.

Der Aufstieg zum Gipfel ist recht kurz. 400HM über ein Firnfeld das sich zum Schluss aufsteilt. Dann noch eine nette Kraxelei im brüchigen Fels zum Gipfel. Gegenüber allgegenwärtig der Montblanc. Ein Massiv das einfach überwältigend ist. Für mich persönlich eine tiefe Freude, dass ich dort oben auch schon stehen durfte.

Der Rundblick von hier ist aber auch beeindruckend. Wir staunen über die Weite vor uns. Zudem ist es angenehm warm und so bleiben wir lange auf diesem schönen Gipfel.

 

Der Abstieg ist lang, wir nehmen uns Zeit. Immer wieder gemütliche Pausen. Öfters begegnen wir Steingeissen die an der warmen Sonne liegen.

In der Nacht prasselt der Regen auf das Zeltdach. Am Morgen über 2'500m Schnee. Wir hatten Glück  und wissen, dass im Leben nicht alles selbstverständlich ist. Ein schöner Start in unsere Ferien.....Fortsetzung folgt.....

 

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Route:

Mit dem PW bis zum Fahrverbot zuhinterst im Val Veny 1750m. - Fussweg auf dem Fahrweg bis Biwak Combal. Ab hier gekennzeichnet mit gelben Punkten und Nr. 14 - Aufstieg zum Biwak T4 mit Kraxelstellen. 4h, 1300HM

Biwak - Gipfel Firnfeld bis max 35°. Steigeisen empfohlen. Gipfelfelsen T4/I im brüchigen Gestein. 1,5h 400HM

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